Der größte Anwendungsfall des dargestellten Wettbewerbsprinzips wird vorerst wahrscheinlich im Sport sein. Begründen lässt sich dies durch viele einfachere Mannschafts-Zusammen-setzungen in den zahlreichen Sportarten. Was beim op-tc-Prinzip die Grundlage des Auswahlverfahrens, des Wettkampfes ist. Ohne Mannschaft – kein op-tc (wir erinnern uns: „Einzelbewertung der Teilnehmer bei einer Rotationsbesetzung in Mannschafts-Wettbewerben“).
Jede Sportart hat ihre Eigenheiten, die natürlich in einem op-tc-Wettkampf zu berücksichtigen sind. Ob es der „Libero“-Spieler im Volleyball, der Torwart im Handball oder die Reihenfolge der Staffelaufstellung in der Leichtathletik sind, die speziellen Aufgaben sollten bei der Organisation von Turnieren beachtet werden. Dies kann meines Erach-
tens auf zwei Arten entschieden werden:
- durch Vorgabe der typischen Aufgaben an die Spieler vor dem Wettbewerb (Los, Festlegung, feste Reihenfolge usw.)
- durch freie Wahl innerhalb der jeweiligen Zusammensetzung im Sinne der gemeinsamen Ziele des Teams (nur im Streitfall – Los)
Die untersuchte Methode geht grundsätzlich davon aus, dass eine beliebige Anzahl der Interessierten sich anmelden darf, da die „Anfangs-Mannschaften“ und die daraus resultierende Rundenauslosung erst nach der tatsächlich erschienenen Anzahl der Mitspieler zusammengesetzt werden. Lösungen dazu werden sukzessive in den passenden Beispielen aufgezeigt.
Folgende Anwendungsfälle der Mannschafts-Wettbewerbe wurden untersucht und sind nach dem op‑tc‑Prinzip möglich. Sie werden nachfolgend im Einzelnen betrachtet:
- Rückschlagspiele
- Tanzsport
- Ballsportarten
- Leichtathletik
- Hundesport
- Pferdesport
- Motor- und Radsport
- Wintersportarten
- Wassersport
- Denksport
- Präzisionssport
- Paralympische Sportarten
Sport ist eine wunderbare Gelegenheit, Kinder und Jugendliche zu beschäftigen, sie von unüberlegten Dingen abzuhalten und zu schützen. Sozial ist es extrem wichtig, einsamen und nicht in der Gesellschaft integrierten Individuen zu helfen, sie z. B. für eine op‑tc‑Sportart zu begeistern.
In den heute üblichen Mannschafts-Wettbewerben streben die Gegner nach einem Sieg der eigenen Partei. Im Wettbewerb nach dem op-tc-Prinzip gibt es mehrere Sieger, z. B. eine Einzelperson, zwei Personen im zweigeschlechtlichen Doppel, eine Wettbewerbsmannschaft (bestehend evtl. aus 2, 3, 4 usw. Spielern), ein Techniker der das zum Wettbewerb zugehörige Gerät betreut, ein Betreuer, der mit dem konkreten, zum
Wettbewerb gestellten, Tier arbeitet.
Es folgen Anwendungsbeispiele für diese aufgezeigte Vielfalt. In jeder Sportart gibt es einige Ausnahmen, Besonderheiten und spezielle Merkmale, auf die zu achten ist.
An dieser Stelle sollte man das Thema Wettbewerb aus der Sicht der zeitlichen und örtlichen Abläufe beleuchten. Es gibt direkte Wettbewerbe, die zum gleichen Zeitpunkt einen Vergleich zweier Mannschaften darstellen. Dazu gehören z. B. alle Ballspiele (Volleyball usw.) und Rückschlagspiele (Tennis-Doppel usw.). Hier ist die Aktion einer Mannschaft ohne Gegner nicht möglich. Auch ein gleichzeitiger Vergleich mit einer dritten Mannschaft ergibt wenig Sinn. Dagegen können bei Staffelwettbewerben in der Leichtathletik oder im Schwimmen mehr als zwei Mannschaften gleichzeitig am Vergleich teilnehmen. Direkte Wettbewerbe finden immer unter gleichen objektiven Bedingungen (Sportplatzqualität, Wetterzustand usw.) statt. Auch die subjektiven Bedingungen, wie z. B. Wertungsgericht sind annähernd gleich.
Es gibt aber auch indirekte Wettbewerbe, bei denen eine visuelle Präsentation zweier Teams zur gleichen Zeit für einen Vergleich nicht möglich ist. Zum Beispiel können Dressurreiten oder eine Theatervorstellung nur am gleichen Ort (oder auch in Zukunft virtuell, in einer Entfernung) nur indirekt, gewöhnlich nacheinander, verglichen werden.
Vor allem im Breitensport ist in den verschiedensten Sportarten die Anwendung eines rotierenden Einsatzes der Teilnehmer für die voraussichtliche Bildung von leistungsfähigen Mannschaften ein starkes Mittel, das in Sportschulen und Vereinen zum besseren Leistungs-Ergebnis und vielseitiger Entwicklung des Einzelnen führen kann. Da die Flexibilität im Verhalten zu Mitspielern und die Notwendigkeit eigener technischer Mittel im Zusammenhang mit den sich immer veränderlichen Bedingungen (aktiver Mit- und Gegenspielertausch) hier besonders ausgeprägt sind, kann durch op‑tc‑Anwendungen auf spielerische Art ein echter Nutzen entstehen.
Gerade in den Wintersportarten ist eine unterschiedliche Mischung der Wettbewerbsbedingungen erkennbar. Alle in den Abschnitten I–III vorgestellten Varianten sind auch im Wintersport vertreten:
- Der Wettbewerb im Zweierbob wird wie ein Tischtennis-Doppel ablaufen (Variante I),
- Eistanz und Eispaarlauf werden dem Tanzsport ähneln (Variante II),
- Eishockey ist analog zu Fußball oder Handball (Variante III).

Das vorher Geschilderte kann man genauso gut auf einige Wassersportarten beziehen – ob beim Rudern oder beim Paddeln, beim Kanu–Zweier/-Dreier oder beim Segeln, in allen diesen Sportarten kann das op‑tc‑Prinzip interessierte Tester finden. Staffeln im Wasser und Wasserspiele sind ebenfalls in mehreren Varianten des op‑tc‑Wettbewerbs anwendbar (z. B. Staffel-Schwimmen, Zweier-Kunstspringen, Kanupolo, Wasserball).
Einige Sportarten, die nicht zu Mannschafts-Sportarten gehören, wie
- Pferdesport (Wechsel zwischen Pferd und Reiter!),
- Motorsport, Radsport (Staffeln, Mannschafts-Wettbewerbe, Rotation der Technik),
könnten unter Umständen ebenfalls mit dem op‑tc‑Prinzip konfrontiert werden.
