Feldschach im Park

Gerade im Freien stehen oft weitere Beobachter um das Schachfeld herum. Sie würden ansonsten sogar gern mitspielen. Wie wäre es mit folgendem Beispiel.

Im Park haben sich mehrere Schachliebhaber um ein Schachfeld versammelt und schauen zu, wie zwei, sicherlich als Erste gekommene, die Schachfiguren auf dem Feld schieben. Da erklärte ein Mann, dass es sicherlich spannender und interessanter wäre, wenn sechs Spieler (drei in jeder Mannschaft) abwechselnd ein Blitz-Turnier oder eine op-tc-Partie versuchen zu meistern.

Spieler A, B und C ziehen die Züge abwechselnd für weiß. Spieler D, E und F gestalten
nacheinander die Stellungen der schwarzen Figuren. Im Prinzip ist es ein Schachspiel der
Variante VI!
Wünschenswert wäre es, wenn die Spielstärke der Teilnehmer etwa gleich wäre. Die
Mannschaft A+D+E und der Spieler A wären hier als Sieger hervorgegangen.

Var. VI.1.1_3x3(6) op-tc-Schachspiel-Blitz-Turnier im Park

Wie sie sehen, hätte man auch nach fünf Spielen aufhören können. Dann wären eben
zwei Spieler als Sieger im Zwischenergebnis (ZW∑) hervorgegangen (A und D). Die
Mannschaften A+D+E, A+B+D und A+C+D hätten gleichermaßen ein bestes Ergeb-
nis.

Diese op-tc-Lösung hilft weitere aktive Beteiligung zuzulassen, weniger Zuschauer und
auf die Mitspielgelegenheit Wartende zu haben. Darüber hinaus kommt die Kombinati-
on der Freizügigkeit vom op-tc-Gedanke (man lässt auch andere Interessierte am Spiel
teilnehmen) und der Freude am persönlichen Erfolg besonders zur Geltung.

Wenn ca. 15 Sekunden Bedenkzeit für einen Zug gegeben werden, dann dauert eine
Partie ca. 30 Minuten, das Feldschach-Turnier im Park könnte spätestens in 2,5 Stunden
(Block 1 oder 2) oder in 5 Stunden (Blöcke 1 und 2) beendet sein. Die Ergebnisse nach
5 oder 10 Partien sind ähnlich.

ettbewerbsergebnis: Unentschieden=1 Punkt, gewonnen= 2 Punkte
Bild: freepik.com

Bei wechselnden Mannschaften ist
zur Auswertung ein Schriftführer,
noch besser ein Computer-Pro-
gramm, wenn auch in Excel, unab-
dingbar.


Ein verlorener Überblick über den
Stand des Wettkampfes, noch
schlimmer – ein Streit über die au-
genblicklich bestehende Sachlage,
kann das lang ersehnte Vergnügen
kaputt machen

Das Schachspiel muss nicht nur ein Denksport sein. Bringen wir Bewegung in diese Sportart!

Für agile und fitte Sportsfreunde gibt es jetzt das „Schach/Dame – Sport-Laufen-Spiel“ im Freien:

  • Es werden eine Schachfläche mit Schachfiguren, ein größerer Kreis um die Schachfläche (in grün gezeichnet) und ein Tisch mit Schachuhr benötigt.
  • An der Seite des Schachfeldes im Freien wird außerhalb des großen Kreises der Tisch mit Schachuhr aufgestellt. Für jeden der 4 Spieler werden Standortkreise an der Ecke des Schachbrettes, wo sie mit dem Zug starten und nach dem Zug zurückkehren, gezogen.
  • Die Uhr wird auf je 15 oder 10 Minuten eingestellt und so gestartet, dass nur die Uhr des Gegners auf der jeweiligen Seite abwechselnd läuft.

Der Wertungsrichter startet
die Uhr. Der erste Spieler
(A) rennt mit dem Start der
Uhr auf das Feld – Schritt 1,
er macht den ersten Zug und
rennt auf die gegenüberlie-
gende Seite hinter den grünen
Kreis (siehe blauen Strich) –
Schritt 2, danach rennt er im
¾-Kreis außerhalb der grü-
nen Markierung zum Tisch
mit der Schachuhr – Schritte
3-5, stoppt seine Seite der
Uhr (siehe blaue Pfeile) und
geht ruhig auf den eigenen
Platz – es läuft ja die Zeit des
Gegners und danach ist erst
sein Partner (B) dran – also
hat er keine Eile.

Der Gegenspieler (C) bedenkt den eigenen Zug, startet erst nach dem Umschalten der
Uhr auf das Feld – Schritt 6, macht einen Gegenzug – Schritt 7, er rennt auf die gegen-
überliegende Seite hinter den Kreis (siehe roten Strich), danach im ¾-Kreis außerhalb
der grünen Markierung zum Tisch mit der Schachuhr – Schritte 8-10 (siehe rote Pfeile),
stoppt seine Seite der Uhr und geht ruhig auf den eigenen Platz– es läuft ja die Zeit des
Gegners und danach ist erst sein Partner (D) dran – also hat auch C keine Eile. Figuren
dürfen nicht umgestoßen werden! Sonst ist die Stellung in eigener Zeit wiederherzustel-
len. Jetzt ist der Spieler B mit dem 2. Zug dran usw.

Je fitter die Spieler umso weiter kann die Uhr vom Feld entfernt werden. Sie sollte aber
in Sichtweite bleiben. 15 Sprints von ca. 30-50 Meter bei einer Partie von 30 Zügen
ergeben insgesamt einen 450-750-Meter-Lauf. Und das in 30 Minuten.

Also sind op-tc-Wettkämpfe neben Sport auch für Spaß- und den Fitness-Bereich sehr
sinnvoll.

Es gibt klare simple Anfänger-Regeln im Schach. Vor jedem eigenen Zug ist für sich zu klären:

  1. Was will der Gegner mit dem letzten Zug erreichen? Ist die Lage gefährlich? In der Regel sollte man sich verteidigen.
  2. Wird keine unmittelbare Gefahr erkannt, dann sollte die eigene Strategie verfolgt werden und man sollte angreifen. Und wenn Sie mit einem Angriff die Verteidigung mit einbeziehen können – umso besser.

Im op-tc-Wettbewerb kommt noch eine Regel dazu:

  1. Was wollte mein Partner mit seinem letzten Zug bewirken? Oder habe ich eine bessere Idee?

Die Einhaltung dieser Regeln können in jeder Lebenssituation ebenfalls nicht schaden.

Dieser Inhalt ist nur für OPTC-Mitglieder.
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