Wettbewerbe

In der Entwicklung der Menschheit gibt es ein ungeschriebenes Gesetz. Dieses Gesetz lautet:

Das Formulierte gilt auch für das op-tc-Prinzip. Diese alternative Herangehensweise zwingt den Teilhabenden sich grundsätzlich vom Einfachen zum Komplexeren zu bewegen. Die untersuchte Methode geht grundsätzlich davon aus, dass eine beliebige Anzahl der Interessierten sich anmelden darf, da die „Anfangs-Mannschaften“ und die daraus resultierende Rundenauslosung erst nach der tatsächlich erschienenen Anzahl der Mitspieler zusammengesetzt werden. Lösungen dazu werden sukzessive in den passenden Beispielen aufgezeigt.

Zur Unterstützung der Organisation von Wettbewerben erwarten Sie für viele Sportarten, Kunst- und Kulturveranstaltungen vorbereitete Programme, Formulare und Auswertelisten.

Einfache Formulare und Auswertelisten können heruntergeladen werden. Komplexere Programme, die eine Programmierung erforderten stehen zum Erwerb zur Verfügung.

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Empfehlungen zu Wettbewerbsregeln

Organisation des Wettbewerbs

Wie könnten denn op‑tc‑Turniere organisiert werden? Alles fängt, wie üblich, klein an. Vierer-, Sechser- oder Achter-Wettbewerbe können im kleinen Kreis ausprobiert werden. Schon mit vier Interessenten und einem Schiedsrichter ist ein op‑tc‑Wettbewerb möglich. Dazu genügen ein Bekanntschaftskreis oder ein Verein, in dem man Gleichgesinnte findet.

Sicherlich gehören dazu Mut, Begeisterung und Lust, etwas neues Außergewöhnliches auszuprobieren. Dadurch entwickelt sich eine Verbreiterung des Prinzips in der Umgebung und der jeweiligen Wettbewerbsart.

Die Unterhaltungsindustrie, Wettbewerbe im Sport, der Kultur und der Kunst waren noch nie so anziehend und standen noch nie so im Blickpunkt der Öffentlichkeit, wie heute. Durch Zugänglichkeit über die Vielfalt der Medien gewinnen sie immer mehr an Aufmerksamkeit.

In der vorliegenden Schilderung wird nur das Prinzip des Einzelwettbewerbes für teamfähige Wettbewerbsarten beschrieben. Sie beinhaltet nicht die detaillierte organisatorische Umsetzung des Wettbewerbes, einschließlich aller erforderlichen Maßnahmen zur Absicherung eines geordneten und unfallfreien Verlaufes des konkreten Wettkampfes (z. B. Unfallabsicherung der Ausführung von schwierigen Figuren in einem Rock ‘n Roll- oder Turnwettbewerb u. ä.).

Gewerbliche Dienstleistungen für die Organisation und Durchführung von Wettbewerben nach dem op‑tc‑Prinzip stellen einen speziellen Aspekt dar.

Die Klärung, Beschreibung und Abstimmung der Wettbewerbsmaßnahmen, die Festlegung des geeigneten Zeitpunktes und die detaillierte Planung der konkreten Abläufe nehmen viel Zeit und Energie in Anspruch. Außerdem sollten die Besonderheiten des op‑tc‑Prinzips vollumfänglich berücksichtigt werden.

Da das op‑tc‑Prinzip noch unbekannt ist und die Verfolgung des Geschehens ebenso vielmehr Aufmerksamkeit als sonst erfordert, ist das Wichtigste die kontinuierliche Darstellung des Ablaufprogramms, der Rundeneinteilungen und der Tabellen mit Zwischen- sowie Endergebnissen in geeigneter Form, am besten auf einem großen Bildschirm.

Die Organisation eines Wettbewerbs beginnt mit der Findung des Veranstalters, der Festlegung und Ausschreibung der Rahmenbedingungen für das Ereignis. Zu den Rahmenbedingungen gehören Fragen der Finanzierung, Zeit- und Standortbestimmung sowie des Wettbewerbsumfanges (Methode des Turniers, Leistungsniveau, Anzahl der teilnehmenden Sportler, Funktionäre und Zuschauer).

Grundsätzlich sind drei Methoden des op-tc-Wettbewerbs ausgearbeitet und dargestellt:

Wettbewerbe mit kleiner Teilnehmerzahl (4 bis 6) werden im Sinne des op‑tc‑Prinzips im vollen Rotationsmodus durchgeführt. Nennen wir diese Methode „klassisches op‑tc“.

In einem größeren Turnier, was auch durchaus möglich ist, würde die Findung der Sieger länger dauern. Deshalb sollten die großen op‑tc‑Wettbewerbe möglichst als Ausscheide-Wettbewerbe (z. B. -Finale => ¼-Finale => ½-Finale => Finale) ausgetragen werden. Nennen wir diese Methode „Ausscheide op‑tc“.

Ausscheide-Struktur, Hier 3 Stufen, 4 Gruppen

Schon der Charakter des Wettbewerbs bietet dies an – es soll möglichst viel Spannung und Abwechslung in den Spielen enthalten sein. Das Rotationsprinzip bezieht sich dann nur auf die jeweilige Gruppe.

Als dritte Möglichkeit für die Durchführung von op‑tc‑Turnieren ist die Misch-Ausscheide-Methode in Verbindung mit dem Ausscheide-Modus in Etappen zu empfehlen. Da werden weitere Teilnehmer mit den bereits als Schwächeren ermittelten Spielern in neuen Gruppen zusammengesetzt, um weitere „Gewinner“ für die nächste Stufe zu komplettieren. Nennen wir diese dritte Methode „Misch-Ausscheide op‑tc“.

Es ist nicht nur eine mathematische Formel, auf die sich das op‑tc‑Prinzip stützt. Da es viele Varianten dieser Wettbewerbsform gibt, sind die mathematischen Bedingungen auch oft so unterschiedlich, dass gerade die Besonderheiten derer Zusammensetzung den Reiz und die Attraktivität des Wettbewerbs ausmachen.

Nach dem op-tc-Prinzip darf kein Spieler zweimal in einer Stufe in derselben Teamzusammensetzung spielen. Am Ende entsteht daraus ein Spieler-Nützlichkeits-Ranking, das zu einer recht soliden Wahrscheinlichkeit die ungefähre Nützlichkeit der Spieler wiedergibt. Wahrscheinlichkeit und Abweichung sind hier eher interessiert. Genau lässt sich ja dies nur mit klassischem op-tc ermitteln, was leider die Spielzeiten immens erhöht. Die sportlichen op‑tc‑Wettbewerbe sollten möglichst ohne Ersatzspieler bzw. ohne Spieler-Wechsel im Verlauf eines Spiels stattfinden. Dazu ist die Spieldauer angemessen zu gestalten – z. B. 10 bis 20 Minuten für eine Halbzeit. Da im op‑tc‑Spiel sowieso eine Rotation der Teilnehmer vorgesehen ist, kann bei größeren Turnieren im Notfall (z. B. bei einer Verletzung) ein Zwangs-Austausch vorgenommen werden. Dabei übernimmt der Ersatzspieler die vorhergehenden Ergebnisse des ausgetauschten Teilnehmers.

Es ist durchaus zu erwarten, dass insbesondere im Kindersport das op‑tc‑Prinzip eine größere Verbreitung findet, da hier einerseits die Zielstrebigkeit und der Erfolgswille überwiegend ausgeprägt sind, sich andererseits viele Kinder austesten wollen.

Kinder würden eher ohne große Umstände an einem neuen Wettbewerb teilnehmen wollen. Das unkomplizierte freiwillige Teilnehmen an Wettbewerben ist dann eine erfreuliche Alternative zu vorbestimmten Mannschafts-Kriterien (beharrliche Auswahl der Besten, strenge Disziplin, geordnete Regelmäßigkeit der Wettbewerbe, Klassifizierung).

Vielleicht können Wettbewerbe sogar ohne explizite Vereinsmitgliedschaft stattfinden – was ein hervorragender Werbefaktor für das spätere Beitreten zum Verein oder Verband darstellen kann.

In der Tat sind op‑tc‑Wettbewerbe auch in besonderer Weise dadurch für Kinder geeignet, da Jugendliche die vorgefundenen Regeln der Rotation als Aufgabe hinnehmen, ohne einen größeren Wert auf die wirklichen Mannschafts-Zugehörigkeiten und Gefühle zu legen.

Das op‑tc‑Prinzip sollte in die bestehenden Strukturen der Sportverbände integriert werden. Eine Ablehnung des op‑tc‑Prinzips bei Sport- und Kulturverbänden ist meines Erachtens zwecklos, da sich diese Form des Wettbewerbs sonst außerhalb der Verbände ansiedelt und das Ganze nur noch komplizierter macht.

Das op‑tc‑Prinzip wird einige Sport- und Kulturarten bereichern. Die bestehenden Strukturen sollten die neue, bestimmt andere, vielleicht zuerst ungewöhnliche Art des Wettbewerbs annehmen, integrieren und das Beste daraus machen.

Der Erfolg der Umsetzung eines geplanten Wettbewerbs wird weitgehend mitbestimmt durch die Organisatoren und Mitwirkenden. Bringen Sie als Erfahrungsträger Ihre Praxiskenntnis ein und nutzen Sie die Chance, Konzepte neu zu überdenken und sich deren Brauchbarkeit für die Praxis zu erarbeiten. Bleiben Sie realistisch: Eine umgesetzte Idee ist besser als zehn Vorsätze. Ein kleiner Erfolg wird sich lohnen, Stress und übereiltes Handeln sind keine guten Begleiter eines neuen Vorhabens.

Besondere Aufmerksamkeit der op‑tc‑Turnierveranstalter sollte der Unterstützung der Zuschauer (und der Teilnehmer selbst) in der Verfolgung von Wettbewerbs-Zwischenergebnissen geschenkt werden. Denn die aufmerksamen Zuschauer sind sehr wohl nicht nur am Verlauf des jeweiligen Wettkampfes interessiert, sondern auch am fortschreitenden Einzelerfolg ihrer Lieblingssportler.

Dazu ist ein durchaus höherer Aufwand an Bekanntgabe von Informationen zum Wettbewerbsablauf erforderlich als nur Anzeige des Spielstandes oder der Ergebnisse eines Laufes. Auf einer Anzeigetafel sollte die momentane Situation des Gesamtwettkampfes fortlaufend dargestellt werden, die anstehenden Rundenansätze der Sportler, die Zwischenstände, die aktuellen Platzierungsveränderungen der Einzelnen.

Ein op‑tc‑Wettbewerb wird vermutlich durch die Zuschauer außerdem viel qualifizierter bewertet. Es ist ja auch eine ganz andere, höhere Spannung, bis zum letzten Moment der Vorstellung zu erwarten.

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