Beispiel für Variante IV

Staffel-Wettbewerbe

Eine gängige Mannschafts-Disziplin der Leichtathletik ist der Staffellauf. In einem op-tc-Wettbewerb tritt die wechselnde Teambesetzung nacheinander in vorgegebenen Staffeln abwechselnd gegen andere Mannschaften an. Hat ein Athlet das Zwischenziel erreicht, darf der weitere Teampartner den Wettkampf in der eigenen Staffel fortsetzen. Staffelwettbewerbe gibt es ebenfalls beim Schwimmsport, Triathlon, Biathlon, Kanurennsport (z. B. Hallescher Kanu-Club 54 e.V.), Rodeln.

Die Mannschaften der Variante IV bestehen aus mehr als zwei Teilnehmern in einem Staffel-Wettbewerb (z. B. Leichtathletik – Männer 4 x 100 Meter-Lauf, Schwimmen –Frauen 4 x 50 Meter o. ä.). In diesen Wettkämpfen spielt die Start-Reihenfolge eine wichtige Rolle, sie ist vor jeder Runde zu bestimmen oder auszulosen. Es sollte jeder Mitwirkender möglichst jede Position des Staffellaufs durchlaufen.

Wegen der Belastung der Sportler sollten für mehrere Wettkämpfe hintereinander die Start-Zeiträume durch eine Schachtelung von 2 oder 3 unterschiedlichen Wettbewerben der Kondition der Staffelläufer angepasst werden.

Ein Staffel-Wettbewerb kann auch als Fahrrad-Team-Staffelrennen, Staffel-Mountainbike-Rennen, Triathlon-Wettkampf oder Skilanglauf organisiert werden. Zur Variante IV gehört z. B. ebenfalls die sogenannte Mixed-Staffel im Radsport.

Wenn für eine Gruppe von Leichtathleten auf dem Sportplatz ein op‑tc‑Wettbewerb nach der Variante IV organisiert wird, dann werden noch einige weiteren Personen erforderlich sein, die die Veranstaltung begleiten, z. B.:

  • ein Startgeber, eventuell mehrere Bahnrichter,
  • 1–2 Finish Schiedsrichter.

Außerdem sind bei offiziellen Läufen die Übergabestäbe, die mit Sensoren/Transpondern zur exakten Zeitmessung ausgerüstet sind, bereitzustellen.

Zum Beispiel wird in einer Schule vereinbart, dass ein Staffelwettlauf 3 x 3 x 3 auf einer Strecke von 3 x 60 Meter für mehrere Klassen ausgetragen wird. Wenn wir von 3 x 3 x 3 Staffeln ausgehen und am Wettbewerb neun Sportler teilnehmen, dann ergeben sich folgende mögliche Zusammensetzungen:

Var. IV.1.1_3 x 3 x 3 (9)
Staffellauf 3×60 Meter, 3 Mannschaften

Hinweis zur Wertung: Die Platzierung der Runden wird je Sportler summiert. Die Bahnzeiten der Runden werden je Sportler summiert.

Übergabe Runde 1 an Runde 2
Übergabe Runde 2 an Runde 3
Finish der Runde 3

Die Eigenheit und Schwierigkeit eines Staffel-Wettbewerbs bestehen darin, dass hier eine Abhängigkeit nicht nur von der Zusammensetzung der Mannschaft, sondern ebenso von der Reihenfolge der Starts innerhalb einer Staffel selbst zu berücksichtigen ist.

Die Festlegung der Startreihenfolge in einer Staffel kann entweder vor dem Start vorgegeben werden oder die Wechselteams entscheiden sich vor jedem Lauf, wer an welcher Position startet, wer die Staffel übernimmt und wer den Finish-Lauf absolviert.

   Zur Ermittlung der besten Staffel-Läufer und der besten Mannschaft wird die Anzahl der Runden (z. B. 5 oder 10) bestimmt. Die Ergebnisse der Runden werden in die Tabelle eingetragen. Spannend ist außerdem die Beobachtung der Zwischenergebnisse in diesem Wettbewerb – wer liegt vorne, wer holt auf?

Das Endergebnis der Platzierungen nach 5 Runden und nach 10 Runden sieht so aus:

In den Runden erreichte Plätze. Platz 1 = grün, Platz 2 = gelb

Das Ergebnis der Zeitsummen nach 5 Runden und nach 10 Runden sieht so aus:

In den Runden gelaufene Zeiten in Sec

Die Ergebnisse sind hier außergewöhnlich, denn, wie aus den aufgeführten Tabellen ersichtlich, hat die Mannschaft der Läufer 1+2+3 die beste Zeit, 30,6 s, erzielt. Der beste Staffelläufer, nämlich der Läufer 7, war gar nicht dabei (seine Bestzeit ist 30,9s).

Vieles am Erfolg solcher Wettbewerbe hängt
von der permanenten Transparenz in der Darstellung der Zwischen- und Endergebnisse ab. An 2-3 Standorten sollten die Resultate auf
Bildschirmen visualisiert werden. Ausreichende Information für Sportler und Publikum wäre hier das oberste Gebot, sonst droht im Wettkampf wegen der fehlenden Zwischenstände die Langeweile!

Platzierungen nach Platz und Zeit

Der beste „allrounder“ ist der Läufer 7, bei entsprechender Erfassung kann auch der
beste Starter und der beste „Finisher“ ermittelt werden.

Die Platzierung in diesem Wettbewerb wird nach der minimalen Summe der Staffel-Platzierungen oder der besten Zeitplatzierungen festgestellt. Es kann auch eine Summe der Platzierungen und der Bestzeiten ermittelt werden. Deshalb geht in der Gesamtwertung der Platz 3 nicht an den 3. Platz der Staffel-Platzierungen (Läufer 1), auch nicht an den Läufer mit der dritten Bestzeitsumme (Läufer 2), sondern an den Läufer 6. Er hat einen besseren Mittelwert erreicht.

Weitere Beispiele

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