Variante I.1.3_2 x 2(6)
Wettkämpfe am Beispiel des Badmintons-Turniers (sechs Spieler)
Badminton wird als schnellstes Spiel der Welt bezeichnet. Ein Badminton-Doppel (Variante I) oder ein Badminton-Mixed (Variante II) sind hervorragende Sportarten für das op-tc-Prinzip.
Sehen wir uns ein Beispiel der Rundenbesetzung mit Angabe der pausierenden Spieler und der willkürlich eingetragenen Ergebnisse der Sets bei 6 angemeldeten Spielern an. Angezeigt wird eine mathematisch vollständige Auslegung der 45 Runden, die aus 3 Blöcken besteht.
In der Vorrunde könnte einer der
Blöcke eins, zwei oder drei an drei
Wochenenden ausgetragen werden
– 5 Spiele je Samstag/Sonntag (2
Spiele vormittags – je Sportler 1-2
Spiele; 2 Spiele nachmittags; 1 Spiel
am Sonntag). Womöglich ist selbst
dieses Pensum zu anstrengend.
Alle drei Blöcke zu spielen wäre viel-
leicht nur bei einer Meisterschaft
über mehrere Monate angebracht.
Eine Vorrunde in drei Blöcken und
ein Finale sind das mathematisch ex-
akte und vollständige op-tc-Wett-
bewerbs-Ergebnis.
Welcher Block gespielt wird kann
ausgelost werden. Jeder Spieler hat
dabei zwar nicht gegen alle anderen
Spieler gespielt, aber eine gleiche
Anzahl von Spielen, nämlich zehn,
bestritten.
Die Vorrunde ist mit 15 Spielen aus
einem Block zwar aufwändig, den-
noch sind nach der Auswertung
der Ergebnisse der Sets die Fina-
listen – Plätze 1-4, die in das Finale
kommen, bis auf die Spieler 4 und
6 trotzdem relativ konstant. In den
Blöcken 1 und 2 wäre der Spieler
4 im Finale, nach Ergebnis aus dem
Block 3 – der Spieler 6.


Auswertung der Blöcke:

Im Finale bleiben die vier besten Spieler, die dann in drei Runden den Sieger ermitteln.
Eine elegantere Variante solche, von der Teilnehmerzahl weniger passenden Turniere, durchzuführen wurde bereits erläutert. Ein sogenanntes „Misch-Ausscheide-Turnier“ bringt hier viele Pluspunkte aus der Sicht des kompakteren zeitlichen Ablaufs. Anbei noch ein Beispiel dazu zur Vollständigkeit des Geschilderten.



In unserem Beispiel würde man nach einer Auslosung der ersten Vorrunde von vier aus sechs Angemeldeten eine erste klassische 3-Runden-Gruppe spielen, in der die Plätze 1 und 2 in das Finale hochrücken. Die Plätze 3 und 4 spielen wiederum eine zweite 3er-Runde in Gruppe mit den verbliebenen Spielern 5 und 6. Der Sieger und der Zweitplatzierte der zweiten Gruppe füllen dann das Finale auf. So besteht das Turnier aus nur 9 statt 45 Spielen und ist fast genauso gerecht, wie die klassische Lösung.

Den Spielern, die eventuell in diesem Beispiel drei Stufen spielen müssen, solle nach der 2. Stufe eine angemessene Pause gegönnt werden. Es kann sein, dass die Spieler 3 und 4, falls sie weiterkommen, sogar gerade jetzt „in Fahrt“ kommen und sich bei den Finalisten 1 und/oder 2 revanchieren! Das zweite geschätzte Ergebnis ist durchaus realistisch.
Leider dauert eine solche Turnier-Besetzung (bei 5, 6, 7, 9, 10, 11 Spielern) die dreifache Zeit, was allerdings bei mehr als 16 Spielern mit drei Stufen sowieso der Fall wäre.
Dazu gibt es, wie nachfolgend zu erkennen, als eine wesentlich vorteilhaftere Möglichkeit den Misch-Ausscheide-Modus. Diese besondere Verkürzung der Wettbewerbe mit ungünstiger Teilnehmeranzahl bietet sich durch eine gestaffelte Auswahl der Finalteilnehmer an. Die Zuordnung der Spieler zu Nummern wird ausgelost.
Angemeldet sind fünf Spieler:
– im 1. Block spielen ausgelost Spieler 1, 2, 3, 4 – es gibt 3 Runden,
– im 2. Block spielen die Plätze 2 bis 4 des 1. Blocks + Spieler 5 – es gibt weitere drei Runden,
– im Finale spielen der Platz 1 des 1. Blocks und die Plätze 1 bis 3 des 2. Blocks – es gibt weitere drei Runden (9 Runden statt 15 Runden bei mathematisch klassischem Vorgang).
Angemeldet sind sechs Spieler:
– im 1. Block spielen ausgelost Spieler 1, 2, 3, 4 – es gibt drei Runden,
– im 2. Block spielen die Plätze 3 bis 4 des 1. Blocks + Spieler 5 und 6 – es gibt weitere drei Runden,
– im Finale spielen die Plätze 1 und 2 des 1. Blocks und die Plätze 1 und 2 des 2. Blocks – es gibt weitere drei Runden (9 Runden statt 45 Runden bei mathematisch klassischem Vorgang).
Eine längere Pause vor dem Finale würde den Spielern des 2. Blocks eine bessere Regenerationsmöglichkeit geben.
Angemeldet sind sieben Spieler:
– im 1. Block spielen ausgelost Spieler 1, 2, 3, 4 – es gibt drei Runden,
– im 2. Block spielt der Platz 3 des 1. Blocks + Spieler 5, 6, 7 – es gibt weitere drei Runden,
– im Finale spielen die Plätze 1 und 2 des 1. Blocks und die Plätze 1 bis 2 des 2. Blocks – es gibt weitere drei Runden (9 Runden statt 90 Runden bei mathematisch klassischem Vorgang).
