Wettkämpfe mit mehr als zwei Spieler je Team
Zur Variante III gehören vor allem klassische Ballsportarten ohne Torwart, wie Volleyball und Basketball. Die Handhabung des op-tc-Prinzips ist hier umfangreicher, da eine Rotation von mehreren Teilnehmern in den Mannschaften mehrere Runden verursacht, was entsprechend zugleich mehr Spielzeit in Anspruch nimmt. Es gibt allerdings einige Möglichkeiten, dieser Tatsache entgegenzuwirken.

Die Männer- oder Frauen-Mannschaften bestehen aus
mehr als zwei Akteuren (z. B. aus 3, 4, 5 oder mehr
Spieler im Volleyball, Basketball). In den Sportarten
der Variante III werden keine Torhüter gebraucht
(sonst siehe Variante VII). Ein op-tc-Turnier beinhaltet
eine Rotation der Teilnehmer in mehreren Runden. Es
ist eine echte Teamangelegenheit, wo alle Mitglieder
der momentanen Mannschaft mit einer gemeinsamen
Strategie in der Abwehr und im Angriff für den Erfolg
sorgen.
Da die Belegschaft des Teams sich von Spiel zu Spiel in
jeder Runde ändert, sollte in der Mannschaft vor jeder
Runde eine den Spielregeln entsprechende kurze Ab-
stimmung zu den Rollen für jeden Sportler (Abwehr,
Angriff usw.) geben. Diese sollte in den Spielpausen den
zwischenzeitlichen Erkenntnissen angepasst werden.
Zur Variante III zählen ebenfalls Mannschaftsspiele mit
einem kleinen Tor, die aus mehreren Teilnehmern be-
stehen und ohne Torhüter gespielt werden, z. B. Mi-
ni-Fußball, Mini-Handball oder Mini-Hockey.
Die Mitwirkende des Basketball-Turniers sind Personen A, B, C, D, E und F. Gespielt
wird auf zwei Körbe. Die zwei rotierenden Mannschaften spielen in folgenden Einsätzen.

Auf dem Spielfeld mit zwei Körben sieht dies dann so aus:


Bei diesen op-tc-Turnieren sollte man auf die
Zeitdauer des Wettbewerbs großen Wert le-
gen, z. B. je 2 x 5 Minuten, damit ein Ergebnis
im überschaubaren Zeitrahmen erzielt werden
kann. Der Wettbewerb dauert also ohne Pau-
sen ca. 3 Stunden.
Die zehn Spiele haben beispielsweise folgende kumulierte Ergebnisse:

Der Erfolg der Mannschaft (hier A+C+E) ist in diesem Fall zweitrangig, da es letztendlich 20
verschiedene Teams waren und jedes nur einmal in dieser Zusammensetzung gespielt hat.
Analoge Herangehensweise ist neben den einfachen Basketball- und Volleyballturnieren
natürlich ebenfalls bei vielen anderen Sportarten gegeben, z. B. im Netzball.
Auch moderne Sportarten, wie E-Sport, Paintball oder Laser Tag gehören dazu.
Wie auch in der Variante I sind die Spielbedingungen für die einzelnen Teilnehmer einer Mannschaft weitestgehend gleich. Die Spieler können sich leichter aufeinander abstimmen, ohne irgendwelche speziellen Merkmale der Sportart zu berücksichtigen – alle Athleten verwenden im Spiel die gleichen, ähnlichen Techniken. Die Aufgaben der Einzelspieler in einer Mannschaft, zu der mehrere Spieler gehören, sind mitunter schon unterschiedlich (Verteidiger, Angreifer, Blockierer, Ballverteiler usw.). Diese Aufgaben, vor jeder neuen Runde untereinander abzustimmen, ist hier die hohe Kunst des op‑tc‑Wettbewerbs.
Je zahlreicher eine Mannschaft ist, desto komplexer ist die Rotationsaufgabe. Aus diesem Grunde ist im op‑tc‑Wettbewerb die Größe der Mannschaft mit der Anzahl zwei bis drei Teilnehmer optimal oder es werden aus zwei Mitspieler feste -Gruppen gebildet, die dann als eine Einheit auftreten. Die Stärke des op‑tc‑Prinzips liegt eindeutig in der Kompaktheit der Teams. Die Anzahl der auftretenden Sportler spielt dabei eher eine Nebenrolle. Sie kann weiterhin unbegrenzt hoch sein, da durch Bildung von Gruppen die Anzahl der Spiele und die Zeitdauer angepasst werden können.

| 1 + 2 < = > 3 + 4 1 + 2 < = > 3 + 4; AB + CD < = > EF + GH 1 + 3 < = > 2 + 4 1 + 3 < = > 2 + 4; AB + EF < = > CD + GH 1 + 4 < = > 2 + 3 1 + 4 < = > 2 + 3; AB + GH < = > CD + EF Einzelspieler, z. B. I Einheiten aus je 2 Mitspielern, z. B. AB |
