Tanzsport

In besonderem Maße geeignet und interessant für die Variante II des op-tc-Prinzips sind Tanz-Wettbewerbe mit zwei-geschlechtlichen Teilnehmern (männlich/weiblich), z. B. Turniertanz, Paar-Eiskunstlauf. Da der Turniertanz sehr verbreitet ist, sollten Wettkämpfe nach dem hier beschriebenen Prinzip der Einzelbewertung nach Möglichkeit, wie auch sonst üblich, zwischen Turniertänzern gleicher Tanz-Klasse und gleicher Startgruppe (gleichem Altersrahmen) stattfinden. Es können Turniere für einen einzelnen Tanz (z. B. Langsamer Walzer oder Rumba) als auch für mehrere Tänze (für die jeweilige Klasse festgelegtes volles Standardprogramm oder volles Programm der lateinamerikanischen Tänze) durchgeführt werden.

Da die Mannschaften beim Tanzturnier aus Partner und Partnerin oder beim Turnier Tennis-Mixed-Doppel aus Mann und Frau bestehen, so ergeben sich auch andere mathematische Verhältnisse der Paaransätze. Beim Tanzen haben die Mannschafts-Mitglieder außerdem unterschiedliche feststehende Aufgaben (z. B. im Turniertanz oder beim Eistanz-Kunstlauf führt der Partner, die Partnerin folgt).

Beim Paartanzen kann man die angestrebte Lieblingssportart nicht alleine ohne Partner ausüben. Viele Sportsfreunde sind bei Partnerverlust frustriert, weil sie nicht den neuen, „richtigen“ Partner finden können. Leider geben sie deshalb ihre Lieblingsbeschäftigung oft vorzeitig auf. Da wäre es angebracht, in den Tanzclubs oder Sportvereinen in den Trainingsplan eine Zeit für op‑tc‑Training einzuräumen.

Damit wäre die Gelegenheit geschaffen, an diesen 1–2 Stunden in der Woche nur Einzelsportler zum Training zuzulassen. Die Paare finden sich bei jedem Einzeltraining provisorisch zusammen oder die Sportler trainieren individuell. Das op‑tc‑Prinzip kann dabei helfen, weiterhin ohne festen Partner zu trainieren, in Form zu bleiben und sogar an Wettbewerben aktiv teilzunehmen.

 Das Mannschaftspaar, bestehend aus einem Duett mit unterschiedlichen Geschlechterrollen der Teammitglieder, muss die Aufgaben und die „Spielbedingungen“ sowohl kennen als auch technisch gut beherrschen. Eine Abstimmung der Tanzfolgen bei Turnieren mit op‑tc‑Prinzip kann es nicht geben. Diese erfolgt, wie auch in üblichen Tanzwettbewerben vorher, während des Trainings, allerdings nicht mit dem momentanen Partner, was die Präsentation in einem op‑tc‑Tanzturnier wesentlich schwieriger, aber zugleich auch beachtenswerter und spannender macht. „Führen“ bedeutet dabei, nicht die Partnerin über das Parkett zu schleppen oder zu schieben und „Folgen“ setzt voraus, dass die Bewegungen des Partners verstanden und darüber hinausgeschickt umgesetzt werden.

Aus meiner Erfahrung in Turniertanz würde ich behaupten, dass 50 % der Damen eingeübte Figurenfolgen tanzen und mit einem anderen Partner nicht in der Lage sind, ihm zu folgen. Selbst in mittleren Klassen ist das so.

Auch viele Herren können nicht so exakt führen, dass die Dame, selbst die eigene, eine andere Figur, die nicht zur Folge gehört, tanzen kann. Diese hohe Kunst des Tanzens ist nicht leicht zu erlernen. Op‑tc‑Turniere helfen dabei eindeutig. Für die höheren Leistungsklassen sollte die Regel gelten, dass bei bestehenden bzw. früher aktiv gewesenen Tanzpaaren sich nur einer der beiden Tänzer (Dame oder Herr) am gleichen op‑tc‑Turnier anmelden darf, da sonst für beide Teilnehmer des Tanzpaares ein leichter Wettbewerbsvorteil zustande kommen könnte.

 Vor allem ein Wettbewerb in lateinamerikanischen Tänzen ist durch die Führung des Partners mit der Hand ohne direkten Körperkontakt im op‑tc‑Fall eine beachtenswerte Herausforderung.

Op-TC-Tanzwettbewerbe sind auch in weiteren bekannten Tänzen möglich.

Wie bereits erwähnt, sind Wettkämpfe in den Sportarten Tennis-Doppel oder Tischtennis-Doppel, bei gemischten Paaren (Mann + Frau), nach der Variante II möglich. Allerdings sind in diesem Fall die besonderen sportlichen Tanz-Bedingungen (Führen und Folgen) weniger ausgeprägt, was die Sache einfacher, aber zugleich nicht uninteressanter macht.

Weitere Varianten in Vorbereitung.

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