Variante IV.1.1_1+1 x 3+3 (4+4)
Radsport als Individualsport kann man als Hobby unproblematisch allein ausüben. Gegenüber den klassischen Mannschafts-Sportarten braucht man dazu keine Vereinsmitgliedschaft, Freunde oder Bekannte, die diese Leidenschaft teilen, man braucht sich auch nicht an festgelegten Trainingszeiten richRadsport als Individualsport kann man als Hobby unproblematisch allein ausüben. Gegenüber den klassischen Mannschafts-Sportarten braucht man dazu keine Vereinsmitgliedschaft, Freunde oder Bekannte, die diese Leidenschaft teilen, man braucht sich auch nicht an festgelegten Trainingszeiten richten, wie es bei den Mannschafts-Sportarten üblicherweise der Fall ist. Dennoch ist der Fahrradsport als Mannschaftssport ebenfalls sehr beliebt, gerade wegen des gemeinsamen Trainings, wegen der kollektiven Vorbereitungen auf ein Rennen und nicht zuletzt wegen der Zusammenkunft und Geselligkeit in den Pausen und nach dem Training.
Für Fahrradrennen sind eher Staffelrennen im op-tc-Prinzip nach Variante IV geeignet.
Beim Mannschaftsfahren und im Teamtraining leisten die Teilnehmer in der Regel individuell noch ein wenig mehr als beim Einzelfahren, auch wegen der Verantwortung über die Gesamtergebnisse des Teams.

Für kleine Fahrrad-Wettbewerbe, aber selbst bei großen Rennfestivals wäre vielleicht ebenso Platz für einfache op-tc-Vergleiche. Zum Beispiel ist ein Teamerlebnis bei einer op-tc-Staffel vorgesehen. In diesem Fall gibt es Wettbewerbsmöglichkeiten jeglicher Art – von Herren-Staffeln über Frauen-Staffeln bis zu Mix-Staffeln. Bei Mixed-Staffeln fahren erst drei Männer einen Rad-Rundkurs auf Zeit, worauf sie an drei Frauen übergeben, die dieselbe Strecke fahren. Die Zeit wird anhand der Zieleinfahrt der zweiten Staffelfahrerin gemessen.
Die Rahmenbedingungen für einen op-tc-Wettbewerb könnten nicht unterschiedlicher sein. So sollten die Modalitäten der Rennstrecken, der Anzahl der Staffeln, die Leistungsfähigkeit der Mitwirkenden und deren Alter den Veranstaltern überlassen werden und in den Ausschreibungen der Wettkämpfe detailliert dargelegt werden. Immer wieder ist in den schnellen Sportarten auf Gefahrlosigkeit und Unverletzlichkeit zu achten. Darüber hinaus haben in den Rennfahrten Sicherheitsbestimmungen höchste Priorität. Eine richtige, zum Fahrer passende Technik und annehmbare Belag- Bedingungen sollten nicht fehlen.
Die Veranstalter der Rennen organisieren oft zusätzlich nichtoffizielle Rennen. Die Mannschafts-Verfolgung gilt als Königsdisziplin des Bahnradsports. Ein op-tc-Mannschaftsfahren (z. B. mit je 3-4 Teamkameraden, vielleicht über 3 x 10 km?) in einem Stadion würde die Vorbereitungen und die Durchführung von optimalen Sprintfinals äußerst sichtbar und sehenswert machen. Die Rollen des Tempomachers, des Beschleunigers, des Anfahrers und des Sprinters selbst würden hier sehr bildhaft zur Erscheinung kommen und für die Zuschauer ein Highlight sein. Im Windschatten muss ein Fahrer etwa die Hälfte der Leistung bringen, die an der Spitze erforderlich ist. Beim Mannschaftsfahren funktioniert das Team wie eine mehrstufige Rakete, die nach jeder Stufe den eigenen Schlussmann in Richtung der Ziellinie katapultiert.
Nicht nur Mixed-Staffel-Straßen-Rennen, sondern auch eine Staffel 4 x 400 m in einem Velodrom können den Sportlern viel Freude bereiten. Auf Radrennbahnen ist die Benutzung von Bahnrädern vorgeschrieben, mit wenigen Ausnahmen für Jugendliche und Finals beim Straßenrennen. Ebenso könnte ein Teamsprint für Herren und Frauen für sinnvolle Altersklassen festgelegt werden.
Ein weiteres Beispiel:
Im Schul- oder im Vereinssport werden vier Mädchen-Teams, bestehend aus je zwei Fahrerinnen in einer Zusammensetzung von 2er Staffeln das beste Team ermitteln. Jede Staffel soll auf eigener Bahn fahren wegen Unfallsicherheit. Es erfolgt eine Staffelübergabe am Anfang des 100 Meter-Abschnitts, ohne klar definierten Übergabebereich. Die Zeit wird nur bei der Sieger-Staffel gemessen.

Das Team 3 hat mit 2 Siegen und einer Zeit von 124 sec den 1. Platz belegt. Wenn eine
Rennrunde 10 Minuten dauert, kann in einer regulären Stunde der Wettkampf erledigt,
ausgiebig ausgewertet und besprochen werden.



