Tisch- und Brettspiele

Spiele im familiären Umkreis eignen sich hervorragend für wechselnde Mannschafts-Zusammenstellungen, für ideenreiche Teamvergleiche. Es gibt eine sehr breite Palette an Brettspielen für Familienspiele an Wochenend-Abenden, die gegenwärtig nach dem op- tc-Prinzip einen weiteren Aufschwung erleben könnten. Gerade in Familien, in denen Eltern und vielleicht sogar Großeltern am gemeinsamen Spieltisch die Kinder mit kluger und schöpferischer Beschäftigung zur Geduld und Einhaltung der Spielregeln erziehen, entsteht ein einzigartiges Zusammengehörigkeitsgefühl. Zahlreiche positive Fähigkeiten werden gebildet und gefördert, insbesondere in den sozialen Bereichen. Wenn die Er- wachsenen sich richtig Mühe geben, könnten mit Tisch- und Brettspielen für Kinder eine echte Konkurrenz zur Spielkonsole oder zum Fernsehen geschaffen werden.

Team 3®

Viel Spaß mit Team 3

Eine Mannschaft besteht aus drei Spielern. Der erste Spieler, der Architekt, darf nicht sprechen! Der zweite Spieler, der Bauleiter, kann nichts hören. Aber er darf sprechen! Der dritte Spieler, der Bauarbeiter, kann nicht sehen! Der Architekt nimmt aus dem Aufgabenstapel eine Karte mit dem, je nach Schwierigkeitsgrad dargestellten Bauwerk. Gemeinsam wird nach Vorgabe das Gebilde des Bauwerks aus Bausteinen nachgebaut. Der nicht-Sprecher-Architekt muss als Pantomime dem Sprecher-Bauleiter zeigen was zu bauen ist. Der Sprecher versucht dem Blinden-Bauarbeiter zu erklären, was gebaut werden soll.

Nach festgelegter Zeit (3 min.) sollte das Gebilde fertig sein. Die Rollen werden getauscht und nach drei Runden kriegt jeder vom Team die Anzahl der gebauten Gebilde als Punkt gutgeschrieben (0 bis 3).

Bereits bei sechs Spielern ist im Spiel Team 3® die op-tc-Variante III anwendbar. Dem Spieler A wird die Vorlage 1 gezeigt. Spieler B erklärt dem blinden Spieler C, was die Pantomime des Spielers A bedeutet.

Tischspiel Team 3®

Danach sind die Spieler D bis F dran. Ab der 2. Runde wechseln sich die Rollen. Nach drei Runden hat jeder einmal als Stummer, als Sprecher und als Blinder gespielt. Die Runden 4 bis 6 beginnen die Spieler B, C und D. Die Besonderheit des Spiels ist, dass nicht nur eine Rotation der Spieler in den Mannschaften stattfindet, sondern auch die Rollen der Spieler getauscht werden.

Nach sechs Runden wird das Ergebnis ermittelt:

Alle 6 Spieler haben zwei Mal die drei Rollen mit einem guten oder
mäßigen Erfolg und mit mehreren anderen Teilnehmern durchgespielt.

Das Spiel Backgammon®, eine Mischung aus Strategie- und Glücksspiel, und eine Reihe weiterer Spiele, wie z. B. wie die Strategiespiele Go® oder Reversi®, können analog dem Schachspiel mit Variante VI im op-tc-Modus gespielt werden.

Brett- und Gesellschaftsspiele für Erwachsene als Strategie- oder Partyspiele sind im op-tc-Modus erlebnisreicher und abwechslungsfreudiger. Bei Spielen, wie z. B. Activity®, die gewöhnlich in der Familie am Wochenende gespielt werden, ist bei einer rotierenden Zusammensetzung der Teams das Ergebnis jedes Mal anders. Das macht den zusätzlichen Reiz der Unterhaltung aus. Die Spiele sind unterhaltender, da immer andere Lösungsansätze und Gewinner in Erscheinung treten.

Die meisten Ehepaare haben viele Freundesfamilien. In der Regel werden sie streng nach den folgenden Prinzipien eingeladen:

  • Freundinnen, Berufsfreundeskreis der Frau
  • Freunde, Berufskollegen des Mannes
  • Freunde aus dem früheren, aktuellen Sportverband, Tanzkreis
  • Freunde der Kunst, Musik, Literatur

Versuchen Sie hin und wieder Paare oder Einzelpersonen aus verschiedenen Freun- deskreisen zusammen zu bringen. Und es funktioniert wunderbar – es gibt neue Ge- sprächsstoffe, einen neuen Interessensaustausch. Die Gäste wiederholen nicht den alltäglichen Gesprächsstoff, diskutieren nicht das bereits zum hundertsten Mal Ausdis- kutierte. Gruppenquizspiele oder Teamspiele, die nicht allzu lange dauern, bereichern solche Abende. Beim gemeinsamen Knobeln an vorbereiteten Spielaufgaben lernt man sich besser kennen.

Dream Team®, Wortspiel, Partyspie

Dem op-tc-Prinzip folgend geht das etwas veränderte Spiel wie folgt. Es spielen 2 Teams zu je drei Personen gegeneinander. Jedes Team erhält 3 Bonusmarken. Im Spiel stehen 210 Themen zur Auswahl, von denen sich der erste aktive Spieler (Startspieler A) eines aussucht oder aus dem Stapel zieht. Das Thema wird bekanntgegeben und in zwei Minuten hat nun jeder Spieler Zeit, zum gewählten Thema zugehörige Begriffe aufzuschreiben. So viel wie möglich.

Wenn die Bedenkzeit abgelaufen ist, versucht der aktive Spieler A einen Begriff zu nennen, den möglichst nur seine Mitspieler B+C aufgeschrieben haben. Falls einer der Mitspieler allein den Begriff auf dem Zettel hat, gibt es für das Team drei Punkte. Findet sich der Begriff zugleich bei dem anderen Team, erhält jedes Team, auf dessen Zettel er sich findet, einen Punkt. Hier sin d Begriffe gefragt, die nicht jeder aufschreibt!

Haben die Mitspieler oder das Gegnerteam den genannten Begriff nicht aufgeschrie- ben, dann verliert das jeweilige Team einen von drei Bonusmarken. Das nächste Thema wird gezogen. Das geht so lange, bis bei einem der Teams die drei Bonusmarken auf- gebraucht sind. Für jede übriggebliebene Marke erhält das andere Team drei Punkte.

Nach der Rotation geht es in die nächste Runde. Jetzt sucht der Spieler F das Thema aus. Nach zwei Minuten liest er den zum Thema passenden Begriff vor. Falls einer der Mitspieler A+B (oder beide) den Begriff allein aufgeschrieben haben, erhält das Team drei Punkte, falls nicht – wird eine Bonuskarte abgegeben. Das gegnerische Team erhält einen Punkt, falls der Begriff auf einem Zettel von den Spielern enthalten ist. Und so geht es weiter, bis jeder Spieler mal ein Thema gezogen hat.

War jeder am Tisch mal Startspieler, endet das Spiel. Die Punkte jedes Spielers können gezählt werden. Es könnten zu den 210 vorhandenen Themen zusätzlich auch selbst gewählte verwendet werden, was den Abend noch interessanter macht.

Eine Runde dauert in der Regel ca. 10-15 Minuten.

Das beispielhafte Ergebnis zeigt den besten Begriffsermittler:

Dream Team kann man im op-tc-Modus außerdem auch zu dritt, zu viert oder zu fünft spielen. Die Besonderheit und der Anreiz sind, dass im op-tc-Spiel die Einzelwertung zählt – nicht die Erfolge der durch den Wechsel immer anders zu- sammengestellter Teams. Obwohl das beste Team F+A+B mit 14 Punkten aus der Ergebnis-Tabelle ebenfalls sofort ersichtlich ist. Dabei hat Spie- ler F „nur“ den 4. Platz belegt.

Quizwettbewerbe

Quizwettbewerbe werden heute auf unterschiedlichste Art durchgeführt – für Einzel- kämpfer, für Paare, für ganze Mannschaften. Hier noch ein Vorschlag im Sinne des op- tc-Prinzips – eine wechselnde 2er-Teambesetzung im Quiz bei mehreren, z. B. acht, Teilnehmern:

In jeder Runde werden 5 bis 10 Fragen gestellt. Jede Frage hat 4 Antworten. In der Run- de 1 des Halbfinales 1 spielen A mit B gegen C mit D. Die schnellste richtige Antwort gilt. Die Antwort-Anmeldung erfolgt durch ein Hupsignal. Ist die Antwort richtig, wird sie Sie wird mit einem Punkt belohnt. Ist die Antwort falsch, darf der Gegner bei richtiger Korrektur den Punkt abräumen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der 2er Teams ergibt den Sieger und den 2. Platz im Halbfinale 1, die weiterkommen. Nach dem Halb- finale 2 stehen die vier Finalisten fest.

Analog wird das Finale, vielleicht mit schwierigeren Fragen, ausgetragen. In dieser Quiz-variante trägt der Reiz der Zwischenergebnisse und der Diskurs einer offenen Kommunikation innerhalb der Paare bei der Suche nach einer Lösung zur allgemeinen Spannung bei. Im Grunde könnten vier 2-er Teams gleichzeitig spielen. Erinnern wir uns an den Test der chemischen Proben im Abschnitt 1.5 mit den 7 Versuchsrunden: also könnte ein Sieger schon nach 7 Runden feststehen. Das spannendste dabei ist die Anzeige der Zwischenergebnisse (wer ist vorn, wer ist der letzte) nach jeder Runde. Ob es dann 2-er Teams oder 3-er Teams sind, ist letztendlich der Anzahl der anwesenden Spieler geschuldet.

Rotierende Mannschaftsspiele sind ein wunderbares Mittel, um den Charme der Quiz- spiele, deren Attraktivität auf die Spitze zu treiben. Das Mannschaftsraten wird hier mit dem Gespür für angemessene Kommunikation und Wissensaustausch zusammengeführt. Ich glaube nicht, dass jemand in einem solchen Wettbewerb sich zurücklehnen und nur auf den jeweiligen Partner verlassen kann, um zu gewinnen. Aber wenn dies auch der Fall ist, dann ist es ebenfalls eine Spitzenleistung! Eben des Spielpartners.

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