Dressurreiten

Im Allgemeinen widerspiegeln Sportarten nicht immer den direkten Kampf der Gegner untereinander. Die Variante V zählt nur aus der op-tc-Sicht zum Mannschaftssport. Einige Sportarten, z. B. Eiskunsttanz, Eis-Paarlaufen, einige Pferdesportarten, werden in der Regel immer durch ein Zweiergespann präsentiert und bewertet. Der Vergleich kommt durch die Bewertungsergebnisse einzelner nacheinander gefolgten Darbietungen zustande.

Beim Dressurreiten wird das Pferd durch den Reiter veranlasst gymnastische Bewegungen rhythmisch auszuführen. Das Pferd reagiert auf die kleinsten Verlagerungen des Reitergewichts, auf Zügelbewegungen und Schenkeldruck. Je erfahrener und technisch versierter der Reiter, desto besser führt das Tier die gewünschten Figuren (Lektionen) aus.

In den fünf Klassen des Dressurreitens, vom „Einsteiger“ bis zur Klasse „Schwer“ sind nicht nur Gangarten und Hufschlagfiguren, sondern darüber hinaus Wendungen, Schlangenlinien, Seitengänge usw. exakt auszuführen.

Voraussetzung für op-tc-Wettbewerbe ist allerdings eine gleiche Reittechnik (gleiche Reitschule oder gleicher Trainer).

Foto: pixabay.com

Variante V.1.1_1+1 x 1+1 (4+3)

Dressurreiten, Reiter und Pferde

Wenn man sich die Aufgaben der Dressurprüfungen durchliest, wird einem schnell klar, welche immense Vorarbeit bei einem Dressurreit-Turnier zu leisten ist. Bei Weitem nicht jeder guter Reiter hat die Geduld sich dem Charakter der unterschiedlichen Pferde anzupassen. Vor allem muss es in solchen Wettbewerben um das Wohl der Tiere gehen – eine Pausenzeit zwischen den Auftritten und dem Reiterwechsel muss vom Veranstalter vor allem für die Tiere in Abhängigkeit des Schwierigkeitsgrades des Wettbewerbes festgelegt werden.

Die Zahl der Reiter und der Tiere müssen in diesem Wettbewerb nicht unbedingt gleich sein. Es können auch z. B. vier Reiter und drei Pferde an einem Turnier teilnehmen.

Die Bewertung ist beim Dressurreiten komplex und wird in der Regel nach einem Aufgabenheft durch mehrere Richter vorgenommen. Gewöhnlich gibt es für eine Aufgabe/Lektion Wertnoten (1-10), normalerweise 6 bis 8, die dann in Punkten addiert, verdoppelt und mit den Gesamtnoten die Summe der Wertung ergeben.

In diesem Fall werden 4 Runden ausgetragen:

Beispiel für ein Wettbewerbsergebnis

Die Bewertung einer Dressurprüfung wird entweder gemeinsam durch die Richter (Wertnoten) oder getrennt durch drei oder fünf Richter (Punktzahl) vorgenommen. Da es, wie ansonsten auch in jeder Sportart, unterschiedliche Klassen des Könnens beim Dressurreiten gibt (E-Einfach, A-Anfänger, L-Leicht, M-Mittel, S-Schwer) werden dementsprechend für jede Lektion Wertnoten oder Punkte vergeben. Die Punktzahlen kommen zustande, weil die Richter auf jede der Lektionen eine Wertnote geben.

Für jede Klasse und Aufgabe ist die Bewertung anders. Die Dressuraufgaben, die Bewertung und eine Umrechnungstabelle sind in einem Aufgabenheft festgelegt. Da sind außerdem die dazugehörigen Lektionen, Gesamtnoten, Doppelpunkte, Abzüge für verreiten und Anforderungen der jeweiligen Klasse beschrieben. Bewertet werden viele Kriterien, u. a. Ritt des Pferdes, Sitz und Hilfegebungen des Reiters, Gesamteindruck. Aus den einzelnen Wertnoten ergeben sich Durchschnittsnoten. Die Höchstpunktzahl einer Wertung (z. B. 500 Punkte) umfasst die Wertungsliste und entspricht 100%.

Die Endwertung eines Dressur-Wettbewerbs kann dann so aussehen:

Var. V.1.1_1+1×1+1 (4+3).

Ein Endergebnis des Wettbewerbs würde für die Reiter und die Pferde z. B. sein:

Var. V.1.1_1+1×1+1 (4+3).
Reiter 1 bis 4, Pferde A bis C

Ein solcher Wettbewerb im Dressurreiten ist eine echte Herausforderung, nicht nur für die Reiter und die Pferde, sondern vor allem für die Richter und die Organisatoren. Die Ersteller der Aufgabenhefte sollten ebenfalls den Schwierigkeitsgrad des Wettkampfes dem Teilnehmerfeld anpassen. Beachtliche Aufgaben für die ganze Sportart!

Erfahrungen der Organisatoren von Turnieren erforderlich.

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