Variante V.1.1_1+1 x 6+5 (7+6)
Beim Betreiben von Motorbooten zu sportlichen Zwecken in Form von Rennveranstaltungen werden Wettbewerbe in zwei Disziplinen, Rundstreckenrennen und Offshore-Rennen, orga-nisiert. Auf Flüssen oder Seen, manchmal auch in Häfen oder auf ruhigen Meeresarmen kennzeichnen Bojen und Wendebojen die vereinbarten Kurse, die Rennstrecken.
Die Wendepunkte sind durch Wendebojen gekennzeichnet. Diese Bojen liegen in Abständen von etwa 200 bis 1000 Metern, sodass die Fahrer sie sehen können. Gegenwärtig werden im Motorbootsport Europa- und Weltmeisterschaften abgehalten. Die Königsklasse beim Rundstreckenrennen ist die Formel 1.

Offshore-Rennwettbewerbe finden in der Regel in Küstennähe statt. Die Boote sind mit zwei oder mehreren Team-Teilnehmern besetzt, einer davon ist der Navigator. Die Königsklasse im Offshore-Rennen ist die Class 1.
Die Anziehungskraft für diese Sportart macht die hohe Geschwindigkeit auf dem Wasser, der beachtenswerte Umgang mit der Technik, darüber hinaus die andauernde Anspannung und Unerschrockenheit der Beteiligten während des Rennens aus. Viele gesetzliche Bestimmungen müssen eingehalten werden. Angefangen von der Erlangung einer Erstlizenz, fortgesetzt mit dem ärztlichen Attest auf Fitness, dem Nachweis der Versicherungspolicen und endend mit der Sicherheitsausrüstung – es wird jede Menge Bedingungen an die Teilnahme an einem Motorbootsrennen geknüpft. Der Veranstalter des Sportereignisses muss ebenfalls ein Mitglied des Sportvereins sein. Er soll sich um das Publikum, die Parkplätze, den Lärmpegel, den Sicherheitsdienst einschl. Krankenwagen und einige sonstige Bedingungen kümmern. Boote und Motoren werden technisch überprüft. Kurzum muss der Veranstalter eine Checkliste erstellen und diese abarbeiten. Inwieweit am Rande solcher Veranstaltungen auch kleine op-tc-Wettbewerbe stattfinden können, liegt bei den Veranstaltern.
Durch op-tc-Wettbewerbe kommen die Nachteile und die Vorzüge, die Überlegenheit der einigen Erzeugnis-Marken gegenüber den anderen viel deutlicher zum Erscheinen, die Vergleichbarkeit erreicht ein höheres Niveau. Ein bis zwei Mechaniker betreuen in der Regel das Boot. Mechatroniker/Techniker für den Bereich Sportboote und Motorboote ist ein richtiger Beruf, der in Bootsmanufakturen zu erlernen ist.
Gewertet wird in mehreren Rennen nach Punkten für die erreichte Platzierung.

Wie in allen Motorsportarten ist auch im Wasser eher die Variante V für op-tc-Wettbewerbe geeignet, wo sowohl Fahrer als auch Bootsbetreuer und Mechaniker ihre Künste zeigen können. Wie für op-tc-Turniere schon bekannt melden sich Fahrer und Bootsbesitzer separat auf eine Wettbewerbsaus-schreibung der Organisatoren, in der die Rennbedingungen detailliert festgelegt sind, an.

Sieben Rennen würden die Entscheidung, wer der bessere Rennfahrer ist und wem das bessere Rennboot gehört, hervorbringen. Beispielsweise erhalten die Bestplatzierten in einem Rennen wie üblich 400, 300, 200 und 100 Punkte. Da könnte der Sieger an diesem Renntag theoretisch 2.400 Punkte erhalten.
Falls die Sicherheitsbestimmungen für ein Wettkampf eingehalten werden, kann ansonsten auch ein Freundeskreis eines Motorsportvereins solche Rennen durchführen. Wenn z. B. 7 Vereinsfreunde, die alle Bedingungen eines organisierten Rennens kennen und einhalten, 6 Boote für einen Wettbewerb zur Verfügung haben, für die erfahrene Mechaniker verantwortlich sind und dazu einen geeigneten Veranstalter finden, dann könnte eine solche Testprobe sogar als ein offizieller Wettbewerb im Rahmen einer op-tc-Meisterschaft stattfinden.
Sieben Rennen würden die Entscheidung, wer der bessere Rennfahrer ist und wem das bessere Rennboot gehört hervorbringen. Z. B. die Bestplatzierten erhalten in einem Rennen, wie üblich 400, 300, 200 und 100 Punkte. Da könnte der Sieger an diesem Kampftag theoretisch 2.400 Punkte erhalten.
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass es Sportarten gibt die uneingeschränkt für die op-tc-Wettbewerbe geeignet sind (z. B. Tennis, Tanzen, Beachvolleyball, Schach u. ä.). Andere Sportarten sind nur bei garantierter Sicherheit für die Teilnehmer und die Umgebung sowie mit einem erhöhten organisatorischen Aufwand, wie übrigens auch die gleichen heute bekannten Sportarten, durchführbar. Ein Motorbootrennen gehört meines Erachtens zu der zweiten Kategorie.

Darüber hinaus können Bootsrennen in anderen Zusammensetzungen organisiert werden, z. B. bei 3 Fahrern und 3 Booten, 4 Fahrer und 3 Booten, 5 Fahrer und 4 Booten, 6 Fahrer und 4 Booten.
Dabei sind die fehlenden Stellen in den
Tabellen (hier grau und blau hinterlegt)
zu streichen.
Wichtig ist die Einhaltung des op-tc-Prinzips – gleiche Anzahl der Runden für die Renn-
fahrer und gleiche Anzahl der Runden für die technischen Geräte.

Im Motorbootsport sind Wettbewerbe der Variante I (Rennstrecke der Zweier-Boote) ebenfalls denkbar.
Erfahrungen bitte mitteilen.
